Montag, 21. Dezember 2015

Jutta Bauers Bericht über Workshops mit dem Buch „Das Beste von Allem“




Das Beste all überall.....

Mit dem „Besten von Allem“ im Gepäck, bin ich über den Atlantik geflogen, um in Argentinien und Chile „Das Beste von Allem“ zu verbreiten.
Nein, ich bin nicht das Christkind. Ich war nur eingeladen auf dem munteren Kinderliteraturfestival „Filbita“ in Buenos Aires.
Auf dem Festival http://www.filba.org.ar/filbita sollte ich mit etlichen anderen ausländischen Gästen Workshops, Lesungen und Diskussionen für Kinder und Erwachsene gestalten. Unser Buch von 60 Illustratoren, „Das Beste von Allem“, eignet sich dafür natürlich besonders gut. Es ist international, weil es deutsch/englisch ist, und es lebt mehr von Bildern als vom Text (es hat außer dem Vorwort keinen). Außerdem ist es auch eine Schau deutscher Kinderbuchillustration. Das beeindruckte auch den netten Kulturattaché der deutschen Botschaft in Buenos Aires, deshalb lud er noch auf einen extra Workshop in der deutschen Botschaft ein.

Vorher hatte ich schon mit Schulklassen in Deutschland geübt: Die Kinder haben sich, wie im Buch, Begriffe ausgedacht: Monster, Mamas, Prinzessinnen, Weihnachtsmänner usw.. Danach hat jedes Kind seine Monster, Mamas und Prinzessinnen gezeichnet. So individuell wie möglich, ... ohne zu gucken, was die anderen machen und ohne zu bedenken, ob es so richtig ist. „Falsch gibt es nicht“, war das Motto. Es entstand eine ungeheure Vielfalt verschiedener Figuren, die später in ein Heft gebunden werden konnten. Das machte vor allem Spaß,  war aber auch eine gute Übung in Kreativität und Individualität, wie zum Beispiel die Erkenntnis, dass Prinzessinnen auch dick, doof und dunkelhaarig sein können.
Genau so haben es auch die Kinder in Südamerika verstanden.
Filbita wendet sich besonders an Kinder, die nicht in den feinen Gegenden wohnen. Dadurch ist es ein vielfältiges und gut besuchtes Festival. 

Spannend war es für mich, mit den argentinischen Illustratoren in einem mehrstündigen Workshop zu arbeiten. Die Ergebnisse waren toll: Zum Thema Kopfbedeckungen gab es zum Beispiel bunte Indio-Mützen und Verbrecher-Masken. 
Die argentinischen Zeichnerinnen sind auf den Geschmack gekommen und wollen jetzt ein eigenes argentinisches „la mejor de todo“ („Besten von Allem“ ) entwickeln. Porque non!

Danach ging es noch weiter über die herrlichen Anden nach Santiago de Chile, eingeladen vom Verlag Liberalia (http://www.liberaliaediciones.com/). 
Dort gab es auch wieder Gespräche, Veranstaltungen und Workshops zu „Das Beste von Allem“.
Dankbar und angefüllt mit Erlebnissen und neuen Kontakten bin ich zurück nach Hause geflogen. Dankbar natürlich auch den vielen Illustratoren, die dieses besondere Buchprojekt erst möglich gemacht haben.
Weiter geht die Reise von „Das Beste von Allem“ nach Hamburg (dort ist es ja zu Hause): Im Januar in die Zentralbibliothek, dann nach London in eine kleine Galerie, und im April 2016 nach Bologna zur Kinderbuchmesse mit einer Ausstellung.

Jutta Bauer

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